
Gartenansicht
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Dr. K.-H. Potempa im Beratungsgespräch
Rosmarin
Lichtnelke
Küchenschelle
Dr. K.-H. Potempa
Wilde Karde

Es handelt sich um Kräuteransätze mit trinkbarem Alkohol oder dem ungenießbaren Isopropylalkohol (für äußere Anwendung). Der Alkoholgehalt sollte 40-70 % betragen. Auf 1 l Alkohol kommen ca. 500 g frische, geschnittene Kräuter/Wurzeln. Handelt es sich um getrocknete Pflanzenteile, dann ca. 150 g.
Den Ansatz läßt man drei Wochen lang unter täglichem Umrühren in einem Einweckglas oder Keramiktopf stehen. Danach abgießen und abpressen. Solche alkoholischen Ansätze sind mindestens 5 Jahre haltbar. Eine Tinktur für die innerliche Anwendung wären z.B. Baldriantropfen. Für die äußere Anwendung als Umschlag oder Einreibung werden häufig Ansätze mit Beinwell, Arnika oder Spitzwegerich gebraucht.
Um eine Salbe herzustellen, braucht man eine Salbengrundlage und dem Zweck entsprechende Kräuter. Als Salbengrundlage eignen sich:
Die Kräuter (für Salben nimmt man gewöhnlich getrocknete) wählt man dem Zweck entsprechend aus, so z.B.:
Auf 1 kg Salbengrundlage kommen 100 g Blätter, Blüten oder Kraut. Bei Wurzeln oder Rinde nimmt man 200-250 g.
Das Fett wird mit den Kräutern erhitzt, dann lässt man es über Nacht abkühlen. Am nächsten Tag nochmals stark erhitzen und heiß durch ein vorher mit heißem Wasser erwärmtes großes Küchensieb geben. Die Kräuter/Wurzeln werden durch das Sieb zurückgehalten und sie haben nun eine wunderschöne selbstgemachte Salbe.
Man benötigt ein gutes Öl und die entsprechenden Heilkräuter zum Extrahieren. Als Öl zum Ansetzen eignen sich z.B.:
In der Apotheke nehmen wir hauptsächlich Olivenöl. Dem Zweck entsprechend sucht man sich die passenden Kräuter, Wurzeln oder Rinde aus. Genau wie bei den Tinkturen nimmt man auf 1 l Öl ca. 100 g Blüten/Blätter oder 200-250 g Wurzeln/Rinde.
Es sollten aber immer getrocknete Pflanzenteile sein, weil sonst das Öl schnell ranzig werden kann. Nach 3 Wochen unter täglichem Umrühren gießt man ab, der Rückstand wird mit einem Tuch abgepresst. Das Kräuteröl eignet sich für Umschläge oder Einreibungen bei sehr trockner, empfindlicher Haut (z.B. Neurodermitis) oder auch zum Massieren bei Verspannung, Schmerzen in den Gelenken, Rheuma, Arthrose. Wenn das Öl zu fettig ist, kann man es mit Alkohol mischen z.B. 1/3 Alkohol und 2/3 Kräuteröl. Wegen der Haltbarkeit sollte man Öle wie auch Salben kühl lagern.

Bei der Herstellung von Kräutertees schaut man sich zuerst im lndikationsverzeichnis an, welche Kräuter wirksam sind. Von der Vielzahl der angegebenen Kräuter lässt man sich 5-6 mischen in etwa zu gleichen Teilen; aber - bei besonders bitter oder scharf schmeckenden Pflanzen wie Wermut, Beifuß, Kalmus, Enzian nimmt man nur höchstens halb so viel wie von den anderen Bestandteilen.
Die normale Dosierung lautet:
1 gehäufter Teel. auf 1 große Tasse (1/4 I) kochendes Wasser, 15-20 Minuten ziehen lassen, 3 x täglich 1 Tasse zum Essen trinken. Handelt es sich nur um Blüten oder Blätter, reichen 3-5 Minuten. Sind es hauptsächlich Wurzeln oder Rinde, lässt man 20-30 Minuten ziehen (z.B. Baldrian, Weidenrinde, Rosskastanie). Früchte und Samen wie Anis, Fenchel, Kümmel, Koriander sollten mit dem Mörser und Pistil angestoßen werden, damit die Wirkstoffe auch gut in die Teeflüssigkeit gelangen können.